Social Media / Soziale Netzwerke - Einführung

Früher gab es im Internet Inhalte, die man einsehen konnte und aus denen man Informationen zog. Doch diese Art und Weise ist längst veraltet. Mittlerweile steht die Interaktion im World Wide Web im Vordergrund. Jeder macht mit, jeder kann sich äußern und etwas beitragen. Das ist Social Media. Gerne wird in diesem Kontext die Form „User generated content“ benutzt, also das Einstellen von Inhalten des Nutzers. 
Von anderen Medien unterscheidet sich Social Media dadurch, dass die Idee auf Interaktion miteinander setzt. Sender und Empfänger der Beiträge sind gleichgestellt und Inhalte werden zusammen von allen Nutzern gebildet. Das bringt Vorteile, denn es ist erwiesen, dass immer weniger Konsumenten, nur noch 14 %, sich von der Werbung beeinflussen lassen, aber bereits 78 % der Konsumenten darauf vertrauen, wenn ihnen Produkte von anderen Konsumenten empfohlen werden.

Mit dem Begriff Social Media beschreibt man gemeinhin Plattformen oder Webdienste, auf denen verschiedene Menschen zusammen kommen. Hier kann man seine Meinungen austauschen oder Erfahrungen und Eindrücke wiedergegeben werden. Dafür nutzen die User nicht nur die schriftliche Verständigung, sondern auch Videos, Audio oder auch Bilder. Dabei kann die Plattform ganz unterschiedlich sein. Es gibt diverse Internetforen, die auch bestimmte Themen als Kontext haben können. Dort lassen sich Gleichgesinnte finden, die über dieselben Themen schreiben möchten. Gleiches gilt für Mailinglisten, die z.B. in großer Zahl in den verschiedensten Sprachen und zu den diversen Themen wahlweise bei der deutschsprachigen Plattform www.yahoogroups.de oder auf Englisch bei www.yahoogroups.com zu finden sind. 

  

Großer Beliebtheit erfreuen sich auch Weblogs, die mittlerweile von Online-Portalen nicht mehr wegzudenken sind. Es ist ein einfaches Format, sich selber einen Auftritt im Internet zu verschaffen und somit auch gut für Einsteiger. Bei diesen Blogs kann man oftmals direkt seine Nutzer-Kommentare abgeben. Der aktuellste Beitrag steht bei Weblogs oben, was eine chronologische Auflistung der Beiträge ganz unterschiedlicher Autoren gewährleistet. Wenn die Weblogs miteinander verbunden werden, was man Blogroll nennt, findet das Weblog noch mehr Zuspruch.
Eine visuelle Art des Weblogs bietet der Blog, ein Blog, der ausschließlich oder zum größten Teil aus Videoaufzeichnungen besteht. Er bietet Leuten eine Plattform, die lieber filmen, als schreiben und so ihre Erfahrungen oder ihr Leben teilen möchten.

Ein weiteres Mittel des Social Media ist das Podcast. Die Bezeichnung ist eine Mischung aus dem Wort „ipod“ und „Broadcasting“, den man herunterladen kann. Im Grunde sind solche Podcasts Audiosendungen wie im Radio, nur man Podcasts hören kann, wann immer man möchte. Man kann sie von den Sendern kostenlos über einen RSS Feed beziehen. Mit der Zeit werden immer mehr Sendungen zur Verfügung gestellt. Die Podcasts gibt es nicht nur als Audio, sondern auch als Video.

Eine Social Media Plattform, auf der User ihr Wissen mit anderen Menschen teilen kann, ist z.B. Wikipedia. Diese „Wikis“, Sammlungen von Seiten zu Themen aller Art, sind eine Art Nachschlagewerk von allen Menschen für alle Menschen. Die Benutzer können online in die Sammlung eingreifen und diese mit ihrem Wissen bereichern.

Beim Social-Bookmarking setzen mehrere User zusammen Internet-Lesezeichen auf Servern im Internet oder auch in Intranets z.B. von Firmen oder Universitäten, auf die sie dann, zwecks Austausch dieser Bookmarks, gemeinsam zugreifen können. Der bekannteste englischsprachige Anbieter auf diesem Gebiet ist sicher Microsoft, während in Deutschland „Mister Wong“ die größte Plattform bietet. Hier lassen sich die eigenen Lieblingswebseiten mit anderen Nutzern teilen und Neue entdecken. So trifft man oftmals auch Leute, die an Dingen interessiert sind, die man selber auch bevorzugt. Dies macht Social Media aus: Soziale Kontakte durch Teilen von Informationen und Erfahrungen.

  

Um Videos mit anderen Interessierten zu teilen, nutzt man heute am häufigsten die Plattform YouTube. Ob Musikvideo, Sportvideo oder Heimvideo vom Kind, Haustier oder der letzten Party, hier kann man fast alles einstellen und anderen Leuten zeigen. Mittlerweile schaffen es Videos aus dem Internet auch in Fernsehsendungen, wenn sie nur genug „Clicks“ bei Youtube und ähnlichen Plattformen bekommen haben. Diese Plattformen steigern den Bekanntheitsgrad von Stars – oder machen aus Unbekannten bekannte Leute.

Social Media bietet die preiswerte Nutzung durch Online-Tools, die gerade von Unternehmen gerne anstelle von teuren PR-Agenturen genutzt wird. Unternehmen präsentieren sich heute nicht mehr nur auf ihren eigenen Seiten, wer einer Vielzahl von Nutzern bekannt werden möchte, kommt um Social Media Plattformen wie Twitter oder Facebook nicht herum. Eine eigene Facebook Webseite bringt einem Unternehmen große Bekanntheit, denn die Nutzerzahlen dieses Portals steigen monatlich um 10 % und haben in Deutschland schon weit über 5 Millionen Nutzer. Zudem bietet Facebook die besten Funktionen und könnte damit auf Dauer sogar Businessnetzwerken wie Xing Konkurrenz machen, da es nahezu dieselben Möglichkeiten bietet. Und es ermöglicht Unternehmen, wie auch auf ähnlichen Portalen, einen Dominoeffekt bei den Nutzern. Einer erzählt es dem anderen weiter. Noch aber sind die Nutzer weitgehend privater Natur.

Unternehmen können so, zum Beispiel indem sie eine besondere Aktion machen und die Nutzer der sozialen Netzwerke dies weitererzählen, neue Kunden gewinnen oder die bestehende Kundschaft zu treuen Kunden machen.

 

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